
M2BBBB
Nett ist der neue Bruder von Erfolglos
Gastkolumne von Oliver Kohn
Bei der Lektüre der Wochenend-Gazetten musste ich mich schon sehr wundern. Was musste ich da lesen: „Martin Schmid bruzelt sich in die Herzen der Amateurmannschaften“ oder „Die M2 rettet Vaterstettener Kneipenlandschaft“. Da essen Spieler kalte Currywürste und bedanken sich nachher beim Wirt für das schmackhafte Essen. Der Currywurst sah man schon am Teller an, das sie den Grill nur vom Weiten kennt. Ernsthaft was soll das?
Mit solchen Aktionen bringt man sich vielleicht in die Gunst des spießbürgerlichen Bürgertums, aber man verbreitet keine Angst und Schrecken. Die M2 vor einigen Jahren ließ den Gegner schon bei der Anfahrt erzittern und heute: Der Gegner verhält sich wie bei Kaffee und Kuchen am Sonntag im Winkelstüberl. Es ist kein Gefühl der Angst, wenn man zum Derby nach Vaterstetten kommt.
Wenn Berger und Schmid nicht bald die Trendwende einleiten, verkommt die Mannschaft zum Life-Balance-Retorten-Club, dessen Sponsoren Alnatura & Rotkäppchen heißen. Die M2 muss hier wieder klare Kante zeigen. Lediglich Frieß gefiel mir am frühen Samstag morgen. Fotos zeigen ihn, wie er sich vom Türsteher als letzter Mann vor die Tür setzen ließ. Der Rest sollte sich daran ein Beispiel nehmen.
Denn der Verein läuft Gefahr, dass die Fans sich auf der Tribüne eher über Hunde & Kochrezepte austauschen als die Mannschaft lautstark anzufeuern. Die Feel-Good and Feel-Nice Atmosphäre wird die Mannschaft aus der Erfolgsspur bringen. Gerade in dieser Phase der Saison werden Typen verlangt und keine Waschlappen.
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